Der Wein

Müller-Thurgau

Wir trinken keinen Rivaner, wir trinken Müller-Thurgau….

Während die Wissenschaft bisher davon ausging, dass die Rebsorte Müller-Thurgau eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner sei, haben neuere wissenschaftliche Erkenntnisse dazu geführt anzunehmen, dass es sich um eine Kreuzung aus Weißem Riesling und Madeleine Royale handelt. Der Wein wurde früher vorwiegend lieblich ausgebaut und geriet zunehmend aus dem Fokus. Erst als man ihn Rivaner nannte und damit die Erinnerung an liebliche Weine auslöschte, gewann er wieder das Interesse der Weintrinker.

Der Reifebeginn der Traube ist mittel bis spät, das Mostgewicht befindet sich im mittleren Bereich. Seine Blattentwicklung macht ihn zu einer arbeitsintensiven Rebe. Der Duft ist neutral, die Farbe leicht grünlich, der Geschmack fruchtig und harmonisch. 

Der 18-er Jahrgang wurde bei 87° Öchsle gelesen. Er erinnert an Zitrusduft, grünen Apfel und zart nach Grapefruit; er ist elegant, sommerlich frisch und animiert zum Genuss mit feiner Aromatik und geringer Säure.

Die von uns empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8° C.

Müller-Thurgau

Grauburgunder

Auch der Grauburgunder hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Die ursprüngliche Bezeichnung Ruländer verband sich wegen der Verwendung sehr reifer und zum Teil edelfauler Trauben mit dem Bild schwerer, süßer Weine.

Wie auch beim Müller-Thurgau hat die Bezeichnung als Grauburgunder zu einem Imagewechsel geführt. Bekannt ist er inzwischen auch als Pinot Grigio.

Obwohl die Haut eher rötlich ist, wird er als Weißwein gekeltert. Er steht heute für einen körper- und extraktreichen Wein.

Frisch, spritzig und mit fruchtiger Eleganz erweist er sich als  guter Begleiter zum Essen.

Der 18-er Jahrgang besticht durch eine angenehme Säure; er wurde bei 88° Öchsle gelesen und ist wie alle Weine trocken ausgebaut.

Die von uns empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8° C.

Grauburgunder

Riesling

Der Riesling gilt nach wie vor als König der Weißweine. Man vermutet, dass der erste Riesling rot war, über die Jahrhunderte hinweg aber der Rote Riesling bis zu seiner Wiederentdeckung vor wenigen Jahren in Vergessenheit geriet. Sein Pendant, der weiße Riesling macht mit über 45 % einen Großteil der Rebstöcke an der Hessischen Bergstraße aus.

Die kleinen bis mittelgroßen Beeren sitzen dicht an dicht, reifen spät und fangen so bei schönem Herbstwetter die letzten Sonnenstrahlen ein, bevor sie durch fleißige Hände gelesen werden. Die Handarbeit stellt sicher, dass faules Lesegut gar nicht erst auf die Kelter kommt.

Dies garantiert einen aromatischen, duftigen, fruchtigen Wein, dessen Säure dem Wein eine mediterrane Frische, Lebendigkeit und Eleganz verleiht.

Mit 87° Öchsle gelesen, bringt es der Riesling des Jahrgangs 2018 auf 12 % vol. Die Säure ist auf Grund des sonnigen Herbstes mit 6,3 g/l eher im unteren Bereich angesiedelt.

Er ist ebenso wie der Müller-Thurgau und der Grauburgunder trocken ausgebaut und für Diabetiker geeignet.

Die von uns empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8° C.

Riesling